B2B-Akquise: Wie man qualifizierte E-Mail-Listen erhält
B2B-Akquise bleibt eine der zeitaufwändigsten Vertriebsaktivitäten. 500 qualifizierte Interessenten manuell zu finden? Rechnen Sie mit mindestens 40 Stunden. Mit der richtigen Methode und den richtigen Tools können Sie dasselbe in 30 Minuten erreichen.
Dieser Artikel zeigt Ihnen genau, wie.
Sie werden erfahren, warum 73 % der Vertriebsteams es nicht schaffen, qualifizierte B2B-Leads zu generieren, welche 3 Ansätze wirklich funktionieren und wie Sie den richtigen Ansatz für Ihre Branche auswählen.
Was ist B2B-Akquise?
B2B-Akquise (Business-to-Business) besteht darin, Unternehmen zu identifizieren und zu kontaktieren, die möglicherweise Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kaufen möchten.
Im Gegensatz zu B2C, wo Sie Privatpersonen mit ihren Konsumgewohnheiten ansprechen, erfordert B2B einen radikal anderen Ansatz.
Hier analysieren Sie: - Die Branche - Die Unternehmensgröße (Anzahl der Mitarbeiter) - Den Umsatz - Den geografischen Standort - Die verwendeten Technologien - Die Entscheidungsstruktur
Konkretes Beispiel: Sie verkaufen eine Software zur Bestandsverwaltung. Im B2C-Bereich zielen Sie auf "Privatpersonen mit einem kleinen Geschäft" ab. Im B2B-Bereich zielen Sie auf "unabhängige Restaurants mit 5-15 Mitarbeitern in städtischen Gebieten ohne computergestütztes Managementsystem" ab.
Der Unterschied? B2B zwingt Sie zur Präzision. Sehr zur Präzision.
Warum B2B-Akquise unverzichtbar geworden ist
Im Jahr 2024 beginnen 92 % der B2B-Käufer ihre Recherche online. Aber hier ist die Falle: Sie suchen nicht direkt nach Ihnen.
Sie suchen eine Lösung für ein spezifisches Problem.
Wenn Sie passiv warten, dass sie Sie finden, werden Sie lange warten. Daher ist aktive Akquise wichtig: Gehen Sie zu den Interessenten, wo sie sind, mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit.
Unternehmen, die eine strukturierte B2B-Akquise praktizieren, generieren 50 % mehr qualifizierte Leads als solche, die dies nicht tun. Und 50 % mehr Leads bedeuten 50 % mehr potenzielle Einnahmen.
Die 3 wesentlichen Kriterien für die Auswahl Ihrer B2B-E-Mail-Liste
Bevor Sie sich auf eine beliebige Interessentenliste stürzen, stellen Sie sich diese drei Fragen.
Kriterium 1: Haben Sie die notwendigen Daten?
Viele Vertriebsteams machen den Fehler, eine Liste mit 100 Datenfeldern anzufordern. Dann verwenden sie nur 4 davon.
Was Sie wirklich benötigen: - Firmenname - E-Mail (Haupt- oder allgemeine Kontaktadresse) - Telefon - Adresse - Branche - Unternehmensgröße
Das ist alles. Diese 6 Daten reichen für 95 % der B2B-Akquise aus.
Alles andere (Soziale Medien, Anzahl der Bewertungen, verwendete Technologien) ist ein Bonus. Nützlich, aber nicht unerlässlich für den Start.
Tipp: Bevor Sie eine Liste kaufen oder extrahieren, listen Sie genau die 5-10 Daten auf, die Sie tatsächlich in Ihrer Kampagne verwenden werden. Nicht mehr.
Kriterium 2: Hält die Liste das RGPD ein?
Es ist einfach: Die Daten, die Sie verwenden, müssen öffentlich zugänglich sein.
Wenn eine E-Mail-Adresse auf der Website eines Unternehmens sichtbar ist, können Sie sie verwenden. Wenn eine Telefonnummer in einem öffentlichen Branchenverzeichnis aufgeführt ist, können Sie sie verwenden.
Wenn Sie jedoch private Daten (persönliche E-Mails, die ohne Zustimmung von LinkedIn extrahiert wurden) abrufen, verletzen Sie das RGPD.
RGPD-Strafe: bis zu 20 Millionen € oder 4 % des Jahresumsatzes. Das ist kein Scherz.
Die gute Nachricht? Alle "klassischen" B2B-Akquisitionsdaten (geschäftliche E-Mails, Unternehmenstelefone, Adressen) sind öffentlich zugänglich. Sie sind auf der sicheren Seite.
Kriterium 3: Wird die Liste regelmäßig aktualisiert?
Eine Interessentenliste ist wie Milch. Je älter sie wird, desto weniger wert ist sie.
Jeden Monat ändern 5-10 % der Unternehmen ihre Adresse, ihren Kontakt oder schließen einfach. Eine Liste, die 6 Monate alt ist, hat bereits 30-60 % ihres Wertes verloren.
Überprüfen Sie: - Wie oft werden die Daten aktualisiert? (Täglich, wöchentlich, monatlich?) - Wann wurde die Liste zuletzt erstellt? - Gibt es einen Aktualisierungsverlauf?
Ein guter Datenanbieter aktualisiert seine Datenbanken mindestens monatlich. Die besten Anbieter tun dies wöchentlich oder täglich.
Die 3 Lösungen zur Erlangung einer qualifizierten B2B-E-Mail-Liste
Lösung 1: Kaufen Sie einen vorgefertigten Datenbestand
Funktionsweise: Sie bezahlen ein Unternehmen, das vorgefertigte Interessentenlisten verkauft. Sie laden herunter, importieren und akquirieren.
Vorteile: - Kein technischer Aufwand - Sofortige Lieferung - Kann kostengünstig sein
Nachteile: - Unvorhersehbare Datenqualität - Kein Einfluss auf die Segmentierung - Keine personalisierte Liste - Keine enthaltenen Updates - Oft kaufen Sie Daten, die Sie nicht verwenden werden
Typische Kosten: 300 € - 2.000 € für 5.000 Kontakte, einmalig.
Urteil: Akzeptabel für einen einmaligen Test. Nicht empfohlen für regelmäßige Akquise.
Beispiel: Sie kaufen eine Liste "Restaurants in Frankreich". Sie erhalten 50.000. Sie verwenden nur 2.000 (die in Ihrer Region). Sie haben für 48.000 nutzlose Kontakte bezahlt.
Lösung 2: Erstellen Sie Ihre eigene Liste über Lead Magnets
Funktionsweise: Sie erstellen ansprechende Inhalte (Leitfaden, Vorlage, Tool) und bieten diese im Austausch gegen eine E-Mail-Adresse an.
Vorteile: - Ultra-qualifizierte Leads (sie haben Interesse gezeigt) - Eindeutige Zustimmung (RGPD-konform) - Sie bauen ein Publikum auf - Sehr niedrige Kosten (nur die Zeit für die Erstellung)
Nachteile: - Sehr langsam (500 qualifizierte Leads zu generieren = mehrere Monate) - Erfordert ein bestehendes Publikum - Funktioniert nur, wenn Ihr Inhalt wirklich ansprechend ist
Typische Kosten: 0 € (außer Ihrer Zeit)
Urteil: Hervorragend für den langfristigen Erfolg. Zu langsam, wenn Sie jetzt Leads benötigen.
Beispiel: Sie erstellen einen "Leitfaden zu den 50 besten CRM-Tools für KMU". Sie bieten ihn kostenlos im Austausch gegen eine E-Mail-Adresse an. In 3 Monaten erhalten Sie 300 E-Mail-Adressen von interessierten Interessenten.
Lösung 3: Daten aus einer öffentlichen Datenbank extrahieren (Google Maps, Verzeichnisse usw.)
Funktionsweise: Sie identifizieren eine Quelle öffentlicher Daten (Google Maps, Gelbe Seiten, Handelsregister) und extrahieren die Kontaktdaten automatisiert.
Vorteile: - Daten immer aktuell (in Echtzeit extrahiert) - Hochgradig anpassbar (Sie wählen genau aus, wen Sie ansprechen möchten) - Sehr niedrige Kosten (einige Euro für Tausende von Kontakten) - Sie haben die volle Kontrolle
Nachteile: - Erfordert ein technisches Tool - Erfordert das Erlernen der Nutzung des Tools - Weniger Daten pro Kontakt als bei einem gekauften Datenbestand
Typische Kosten: 44 € - 449 €/Monat für unbegrenzten Zugang
Urteil: Die beste Lösung für 80 % der Vertriebsteams.
Beispiel: Sie verkaufen B2B-Reinigungsdienste. Sie extrahieren alle Restaurants, Hotels und Büros im Umkreis von 50 km um Ihre Stadt. Sie erhalten 2.000 Interessenten in 5 Minuten. Kosten: 5 €.
Google Maps: Die Goldmine für Daten zur B2B-Akquise
Wenn Sie eine Datenquelle für die B2B-Akquise auswählen müssten, wäre es Google Maps.
Hier ist der Grund.
Warum Google Maps die anderen Quellen dominiert
Google Maps enthält die Einträge von über 200 Millionen Unternehmen weltweit. Allein in Frankreich sind es über 5 Millionen Einträge.
Diese Einträge umfassen: - Firmenname - Vollständige Adresse - Telefon - Website - Öffnungszeiten - Fotos - Kundenbewertungen und -bewertungen - Soziale Medien
Branchenabdeckung: Über 4.000 Kategorien von Unternehmen sind aufgeführt. Restaurants, Klempner, Marketingagenturen, Zahnarztpraxen, Friseure, Architekten, Elektriker... alles ist dabei.
Die konkreten Vorteile für Ihre Akquise
Vorteil 1: Ständig aktualisierte Daten
Unternehmen aktualisieren ihre Google Maps-Einträge kontinuierlich. Wenn ein Restaurant seine Telefonnummer ändert, wird der Eintrag innerhalb von Stunden, nicht von Monaten aktualisiert.
Ergebnis: Ihre Daten sind immer frisch.
Vorteil 2: Präzise geografische Segmentierung
Sie können anvisieren: - Eine ganze Stadt - Einen Radius von X km um eine Adresse - Ein Departement, eine Region, ein Land - Ein bestimmtes Viertel
Vorteil 3: RGPD-Konformität garantiert
Alle Daten auf Google Maps sind öffentlich zugänglich. Kein rechtliches Problem.
Vorteil 4: Zugang zu E-Mails von Websites
Google Maps gibt Ihnen die Website des Unternehmens. Wenn Sie diese Website besuchen, finden Sie oft eine Kontakt-E-Mail-Adresse (oder Sie können sie automatisch extrahieren).
Vorteil 5: Verhaltensdaten
Sie sehen die Anzahl der Bewertungen, die durchschnittliche Bewertung, das Volumen der lokalen Suchanfragen. Dies hilft Ihnen, "gesunde" Unternehmen von denen in Schwierigkeiten zu unterscheiden.
Beispiel für echte Nutzung
Sie sind eine SEO-Agentur. Sie verkaufen lokale SEO-Dienstleistungen.
Ihr ideales Kundenprofil: Unabhängige Restaurants mit 10-50 Mitarbeitern in städtischen Gebieten mit weniger als 20 Google-Bewertungen (ein Zeichen dafür, dass sie kein digitales Marketing betreiben).
Traditioneller Ansatz: Sie rufen die Gelben Seiten an, laden eine generische Liste von 10.000 Restaurants herunter und sortieren manuell 500 davon. Zeit: 15 Stunden.
Google Maps-Ansatz: Sie suchen nach "Restaurants" in Ihrer Region, filtern nach Anzahl der Bewertungen (0-20) und exportieren 500 Kontakte in 3 Minuten. Zeit: 5 Minuten.
Der Unterschied: 14 Stunden und 55 Minuten gespart für genau dasselbe Ergebnis.
Wie man Daten von Google Maps extrahiert: Die technische Methode
Wenn Sie sich entschieden haben, Google Maps als Quelle für Interessenten zu nutzen, so gehen Sie vor.
Schritt 1: Identifizieren Sie Ihren idealen Interessenten
Bevor Sie irgendetwas tun, beantworten Sie diese Fragen:
- Branche: Welche Kategorie von Google Maps zielen Sie an? (z.B. Restaurants, Klempner, Marketingagenturen)
- Standort: Welche geografische Zone? (Stadt, Region, Land)
- Größe: Minimale/maximale Anzahl der Mitarbeiter?
- Qualitätsindikatoren: Minimale Anzahl der Bewertungen? Minimale Durchschnittsbewertung?
- Weitere Kriterien: Ist der Eintrag beansprucht? Ist eine Website vorhanden? Sind soziale Medien aktiv?
Konkretes Beispiel: - Branche: Zahnarztpraxen - Standort: Île-de-France - Größe: 3-20 Mitarbeiter - Qualitätskriterium: Mehr als 10 Bewertungen (ein Zeichen dafür, dass die Praxis etabliert ist)
Schritt 2: Suchen Sie bei Google Maps
Öffnen Sie Google Maps. Geben Sie Ihre Suche mit Filtern ein.
Beispiel: "Zahnarzt Paris"
Google Maps zeigt die Ergebnisse an. Sie sehen die Einträge, die Bewertungen, die Noten.
Problem: Google Maps zeigt maximal 120 Ergebnisse pro Suche an. Wenn Sie "alle Klempner in Frankreich" anvisieren, haben Sie 50.000. Sie können nicht alle manuell sehen.
Schritt 3: Daten extrahieren (2 Ansätze)
Ansatz A: Manuelle Extraktion (für kleine Mengen)
Wenn Sie 50-100 Kontakte benötigen, können Sie diese manuell kopieren.
Geschätzte Zeit: 2-3 Stunden für 100 Kontakte.
Extrahierte Daten: Name, Adresse, Telefon, Website (sofern sichtbar).
Urteil: Machbar für einen Test, aber nicht skalierbar.
Ansatz B: Automatisierte Extraktion (für große Mengen)
Sie verwenden ein Tool, das die Extraktion automatisiert. Das Tool: 1. Führt die Suche bei Google Maps durch 2. Durchsucht alle Ergebnisse (nicht nur die ersten 120) 3. Extrahiert die Daten aus jedem Eintrag 4. Exportiert alles in CSV/Excel
Geschätzte Zeit: 5-30 Minuten für 5.000+ Kontakte.
Extrahierte Daten: Name, Adresse, Telefon, Website, E-Mail (vom Site angereichert), Google-Bewertungen, Note, soziale Medien und vieles mehr.
Urteil: Dies ist die Methode, die 90 % der ernsthaften Vertriebsteams verwenden.
Schritt 4: Daten reinigen und segmentieren
Sie haben Ihre Rohdaten. Jetzt reinigen Sie sie.
Entfernen Sie: - Duplikate - Kontakte ohne E-Mail oder Telefon - Geschlossene Unternehmen (0 Bewertungen seit 2 Jahren) - Unternehmen, die nicht zu Ihrem Profil passen
Segmentieren Sie: - Nach Branche - Nach Unternehmensgröße - Nach Standort - Nach Qualitätsindikator (Anzahl der Bewertungen, Durchschnittsbewertung)
Empfohlenes Tool: Ein einfaches Google Sheet oder Excel. Verwenden Sie Filter und Formeln zur Segmentierung.
Ergebnis: Sie reduzieren von 5.000 "rohen" Kontakten auf 500 wirklich qualifizierte Interessenten.
Schritt 5: Daten anreichern
Sie haben die Basis-Kontakte. Bereichern Sie sie.
Daten, die hinzugefügt werden sollten: - Persönliche E-Mail des Entscheiders (wenn möglich) - LinkedIn des Entscheiders - Direkte Telefonnummer - Verwendete Technologien (WordPress, Shopify usw.) - Finanzindikatoren (geschätzter Umsatz)
Empfohlenes Tool: Einige Extraktionstools führen diese Anreicherung automatisch durch.
Die besten Tools zur Extraktion von B2B-Daten aus Google Maps
Wenn Sie sich für den Ansatz "automatisierte Extraktion" entscheiden, sind hier die Hauptoptionen.
IBLead: Vollständige Extraktion mit Google-Bewertungen und technologischer Erkennung
Was es ist: Eine vorindexierte Datenbank mit über 5 Millionen Google Maps-Unternehmen in mehr als 15 Ländern.
Funktionsweise: 1. Sie suchen nach Stadt, Region, Kategorie oder Land 2. Sie wenden Filter an (Bewertung, Anzahl der Bewertungen, Technologien usw.) 3. Sie exportieren in CSV mit E-Mails, Telefonen, Bewertungen, erkannten Technologien
Enthaltene Daten: - Name, Adresse, Telefon, E-Mail - Vollständige Google-Bewertungen (Text, Bewertung, Datum, Autor) — exklusiv - Erkannte Technologien (über 160) — WordPress, Shopify, HubSpot usw. - SIRET/SIREN (nur Frankreich) - Google-Bewertung, Anzahl der Bewertungen - Soziale Medien - Eintrag beansprucht oder nicht
Preise: - Kostenloser Plan: 200 Credits — 0 € - Starter-Plan: 10.000 Credits/Monat — 44 €/Monat - Pro-Plan: 20.000 Credits/Monat — 89 €/Monat - Business-Plan: 40.000 Credits/Monat — 179 €/Monat - Enterprise-Plan: 100.000 Credits/Monat — 449 €/Monat
(1 Credit = 1 exportiertes Unternehmen)
Vorteile: - Alle Funktionen bereits ab 44 €/Monat enthalten (erweiterte Filter, Google-Bewertungen, technologische Erkennung) - Suche nach ganzen Ländern bereits im Starter-Plan enthalten - Scraping von Google-Bewertungen — kein Mitbewerber macht das - Erkennung von über 160 Technologien (WordPress, Shopify, HubSpot, Mailchimp usw.) - Automatische SIRET-Zuordnung für den französischen Markt - Günstiger als die Mitbewerber in allen Plänen
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Bereit loszulegen?
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